Das sagt der BARC BI Trend Monitor für 2017 voraus

Zum zweiten Mal in Folge veröffentlicht das Analystenhaus BARC den BI Trend Monitor. Dieser spiegelt aktuelle Entwicklungen im BI- und Datenmanagement-Markt auf einer Makroebene wider und soll dabei helfen virulente Themen ob ihrer praktischen Bedeutung besser einordnen zu können. Das Besondere: Statt nur die Meinung der eigenen Analysten widerzuspiegeln, lässt BARC die Anwender von Business-Intelligence-Lösungen, IT-Berater und die Anbieter selber zu Wort kommen. Nahezu 2.800 Personen sind diesem Aufruf gefolgt. Diese Zahl verdeutlicht, dass auch im Jahr 2017 Business Intelligence und Performance Management eine wichtige Rolle in den Transformations- und Digitalisierungsprozessen der Unternehmen hierzulande und weltweit spielen werden.

Welche Themen dabei wirklich interessieren, bei welchen sich Fachanwender, ITler, Berater und Anbieter in der Einschätzung einig sind, welche Trends bei welcher Branche und in welcher Region ganz oben auf der Liste stehen, darüber und über noch vieles mehr gibt der Trend Monitor detailliert Auskunft.

 

6 Schlüsselergebnisse des BI Trend Monitors 2017

Bild: Die Bedeutung von BI-Trends in Summe – von "überhaupt nicht wichtig" (0) bis "sehr wichtig" (10)



  • 1. Die ersten und letzten 3

    Data Discovery bzw. die Datenvisualisierung, Self-service BI und die Datenqualität bzw. das Master Data Mangement bleiben auch in diesem Jahr die wichtigsten Trends unter allen Befragten und über alle Peergroups hinweg.
    Die Auseinandersetzung mit Hadoop, Data Science und Data Labs sowie das Thema BI in der Cloud hingegen sind in der Wahrnehmung der Studienteilnehmer am wenigsten relevant für BI-Initiativen im kommenden Jahr.
    Im Vergleich mit der Erhebung aus dem Jahr 2016 blieben große Veränderungen im Trend-Ranking jedoch aus.

  • 2. Vorreiter vs. Nachzügler

    Unternehmen, die sich selbst als Vorreiter* in Sachen BI sehen bzw. ihre BI-Initiativen mit guten und sehr guten Ergebnissen bewerten, messen Trends wie Agile BI, Data Science und Data Labs sowie Informationsdesign einen deutlich höheren Stellenwert bei als Unternehmen, die in ihren Initiativen noch am Anfang stehen oder unzufrieden mit deren Ergebnissen sind. Bei Themen, die eine geringere Diskrepanz aufweisen, kann deshalb durchaus von Hauptentwicklungen gesprochen werden. Dies ist beispielsweise bei Self-service BI, Data Governance und Master Data Management der Fall.

    * Unterscheidung Vorreiter vs. Nachzügler laut BARC: Best-in-class companies comprise the top 10 percent in terms of achievement of specific BI-related business benefits (e.g. “Faster reporting, analysis or planning” and “Increased competitive advantage”) in this survey. Laggards represent the lowest 10 percent.

  • 3. Anbieter vs. Anwender

    Oftmals stimmen die Einschätzungen von Anbietern, Beratern und Anwendern in der Wahrnehmung von Trends überein. Jedoch gibt es auch einige signifikante Abweichungen: Anbieter schätzen entgegen der Anwender-Meinung die Themen Cloud BI, Agile BI und Hadoop als sehr wichtig ein. Umgekehrt spielen bei vielen Anwendern die Themen Master Data Management und auch die Auseinandersetzung mit analytischen Datenbanken eine deutlich größere Rolle als auf Anbieterseite. Hier wird die Dynamik von sogenannten Hype-Zyklen deutlich.

  • 4. Unterschiede in den Branchen

    Trotz Themen wie Industrie 4.0, der Digitalisierung und dem Internet der Dinge, ist das produzierende Gewerbe deutlich zurückhaltender in der Bewertung der Wichtigkeit von BI-Themen als andere Branchen. Ähnliches gilt auch für die Telekommunikations-Branche. Da diese beiden Branchen jedoch tendenziell zu den Early Mover zählen, ist davon auszugehen, dass hier bereits viele Themen adressiert und in ersten Projekten umgesetzt wurden und demnach nicht mehr als Trend wahrgenommen werden.
    Die IT-Industrie selber – verständlicherweise – aber auch der öffentliche Sektor bewerten die Themen in ihrer Gesamtheit hingegen als deutlich relevanter als die übrigen Branchen.
    Einzelne Themen wie Cloud BI, Predictive Analytics, und Data as a Product sorgen in manchen Branchen für deutliche Ausreißer in der Bewertung. Hier lassen sich durchaus Rückschlüsse auf die zugrundeliegenden Geschäftsmodelle bilden.

  • 5. Weltweite Unterschiede

    Im asiatischen, nord-amerikanischen Raum und vor allem in Südamerika werden allen Themen generell mehr Bedeutung zugemessen als im Rest der Welt.
    Besonders im deutschsprachigen Raum ist ein genereller Rückgang in der Bewertung der Themen zu beobachten. Besonders bei den Themen Data Integration for Business Users, Data Storytelling, Agile und Cloud BI werden die weltweiten Unterschiede besonders augenfällig.

  • 6. Unterschiede in Europa

    Aber auch im Europa-Vergleich zeigen sich einige Unterschiede bei der Bewertung: Studienteilnehmer aus Osteuropa, UK und Irland schenken den Themen im Allgemeinen mehr Beachtung. Vor allem das Thema Mobile BI, Data Storytelling und Data Governance spielen bei diesen eine deutlich größere Rolle verglichen mit dem restlichen Europa.
    Im DACH-Raum werden die meisten Trends mit mittlerer Bedeutung wahrgenommen – abgesehen vom Thema Informationsdesign, das deutlich höher bewertet wird als in anderen Ländern. Themen hingegen wie Agile BI, Data Governance, Cloud BI, Data as a Product, Datenvisualisierung, Data Integration for Business Users und Data Storytelling fallen in Deutschland deutlich hinter den internationalen Durchschnitt zurück.


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