Das sagt der BARC BI Trend Monitor für 2018 voraus

Zum dritten Mal in Folge veröffentlicht das Analystenhaus BARC den BI Trend Monitor. Dieser spiegelt aktuelle Entwicklungen im BI- und Datenmanagement-Markt auf einer Makroebene wider und soll dabei helfen virulente Themen ob ihrer praktischen Bedeutung besser einordnen zu können. Das Besondere am BARC BI Trend Monitor 2018: Statt nur die Analysten-Meinung widerzugebenn, lässt BARC die Anwender von Business-Intelligence-Lösungen, IT-Berater und die BI-Anbieter selber zu Wort kommen. Nahezu 2.800 Personen sind diesem Aufruf gefolgt. Diese Zahl verdeutlicht, dass auch im Jahr 2018 Business Intelligence und Performance Management eine wichtige Rolle in den Transformations- und Digitalisierungsprozessen der Unternehmen hierzulande und weltweit spielen werden.

Welche Themen dabei wirklich interessieren, bei welchen sich Fachanwender, ITler, Berater und Anbieter in der Einschätzung einig sind, welche Trends bei welcher Branche und in welcher Region ganz oben auf der Liste stehen, darüber und über noch vieles mehr gibt der BARC Trend Monitor 2018 detailliert Auskunft.

 

Übersicht der BI Trends (aus BARC Trend Monitor 2018)

Bild: Die Bedeutung von BI-Trends in Summe – von "überhaupt nicht wichtig" (0) bis "sehr wichtig" (10)
Quelle: BARC BI Trend Monitor 2018


 

6 Schlüsselergebnisse des BARC BI Trend Monitors 2018

  • 1. Die ersten und letzten 3

    Datenqualität bzw. das Master Data Mangement und die Data Discovery bzw. die Datenvisualisierung sowie Self-service BI bleiben auch in diesem Jahr die wichtigsten Trends unter allen Befragten und über alle Peergroups hinweg.
    Die Auseinandersetzung mit Location Intelligence, Cloud BI, Data Science und Data Labs hingegen sind in der Wahrnehmung der Studienteilnehmer am wenigsten relevant für BI-Initiativen im kommenden Jahr.
    Im Vergleich zum Vorjahr fällt auf, dass die durchschnittliche Bewertung der meisten Trends abgenommen hat.

  • 2. Vorreiter vs. Nachzügler

    Unternehmen, die sich selbst als Vorreiter* in Sachen BI sehen bzw. ihre BI-Initiativen mit guten und sehr guten Ergebnissen bewerten, messen Trends wie Collaboration, Mobile BI und die Nutzung von externen/offenen Daten einen deutlich höheren Stellenwert bei als Unternehmen, die in ihren Initiativen noch am Anfang stehen oder unzufrieden mit deren Ergebnissen sind. Bei Themen, die eine geringere Diskrepanz aufweisen, kann deshalb durchaus von Hauptentwicklungen gesprochen werden. Dies ist beispielsweise bei Agile BI Development, Cloud BI und Data Governance der Fall.

    * Unterscheidung Vorreiter vs. Nachzügler laut BARC: Best-in-class companies comprise the top 10 percent in terms of achievement of specific BI-related business benefits (e.g. “Faster reporting, analysis or planning” and “Increased competitive advantage”) in this survey. Laggards represent the lowest 10 percent.

  • 3. Anbieter vs. Anwender

    Oftmals stimmen die Einschätzungen von Anbietern, Beratern und Anwendern in der Wahrnehmung von Trends überein. Jedoch gibt es auch einige signifikante Abweichungen: Anbieter schätzen entgegen der Anwender-Meinung die Themen Cloud BI, Data Storytelling und Mobile BI als sehr wichtig ein, wobei die Abweichung bei Cloud BI besonders groß ist. Umgekehrt spielen bei vielen Anwendern die Themen Master Data als auch Data Quality Management eine deutlich größere Rolle als auf Anbieterseite. Dieser Qualitätsanforderung beim Thema Daten wird aber bereits vereinzelt von Anbietern Rechnung getragen.

  • 4. Unterschiede in den Branchen

    Trotz Themen wie Big Data Analytics, Digitalisierung und Industrie 4.0, ist das produzierende Gewerbe deutlich zurückhaltender in der Bewertung der Wichtigkeit von BI-Themen als andere Branchen. Ähnliches gilt auch für Versorgungsunternehmen.
    Die Branchen Telekommunikation und Dienstleistung bewerten BI Trends in ihrer Gesamtheit hingegen als deutlich relevanter als die übrigen Branchen. Dies spiegelt vermutlich den hohen Reifegrad im Bereich BI in diesen hoch kompetitiven Branchen wieder.
    Einzelne Themen wie Cloud BI, Data Governance und Real-Time Analytics sorgen in manchen Branchen für deutliche Ausreißer in der Bewertung. Hier lassen sich durchaus Rückschlüsse auf die zugrundeliegenden Geschäftsmodelle bilden.

  • 5. Weltweite Unterschiede

    Im asiatischen, nord-amerikanischen Raum und vor allem in Südamerika werden allen BI Themen generell mehr Bedeutung zugemessen als in Europa.
    Beim Blick auf Europa ist besonders im deutschsprachigen Raum ein genereller Rückgang in der Bewertung der Themen zu beobachten. Speziell bei den Themen Predictive Analytics/Machine Learning, Mobile BI, Agile BI und Cloud BI werden die weltweiten Unterschiede augenfällig.

  • 6. Unterschiede in Europa

    Aber auch im Europa-Vergleich zeigen sich einige Unterschiede bei der Bewertung von BI Trends: Studienteilnehmer aus Osteuropa schenken den Themen im Allgemeinen mehr Beachtung. Vor allem das Thema Predictive Analytics/Machine Learning, Mobile BI und Data Labs/Science spielen bei diesen eine deutlich größere Rolle verglichen mit dem restlichen Europa.
    Im DACH-Raum werden die meisten Trends mit mittlerer Bedeutung wahrgenommen – abgesehen vom Thema Visual Design Standards, das deutlich höher bewertet wird als in anderen Ländern. Andere Themen wie Collaboration, Data Governance, Claoud BI, Data Discovery, Data Preparation for business users und Data Storytelling fallen in Deutschland deutlich hinter den internationalen Durchschnitt zurück.


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